Als Gott seine in 7 Tagen erschaffene Welt betrachtete, stellte er fest, dass
noch einiges übrig geblieben war: Vulkane, Urwälder, Wüsten, Fjorde,
Flüsse und Eis. Er gab den Engeln den Auftrag, alles hinter ein langes
Gebirge aufzuschütten. Das Gebirge waren die Anden - und so entstand
Chile, das vielgestaltigste Land der Erde. Chile ist 4300 Kilometer lang
und 200 km breit. Auf Europa projeziert, würde es von Norwegen bis in
die Sahara reichen. Es vereint dabei geographische und klimatische
Extreme: die Atacamawüste im Norden und die mediterrane Landschaft
Zentralchiles, das Seengebiet und den südlichen Regenwald, das
Patagonische Inlandeis und die stürmische Pampa Feuerlands, das
ewige Eis der Antarktis und die subtropischen Inseln im Pazifik. Dem
Reisenden werden die bis zu 7000 Meter hohen Anden und die
abwechslungsreiche Küste zum ständigen Begleiter.

Die Reise:
Wir (d.h. Hildegard und ich ) haben uns in Santiago ein Auto gemietet,
das uns für 5 Wochen als Schlafzimmer, Küche und Transportmittel diente.
Dabei sind wir 13000 Kilometer gefahren. Auf normalen und Schotterstraßen
waren wir unterwegs, sahen mit Punta Arena unseren südlichsten Punkt
und mit San Petro de Atacama die nördlichste Stadt. Wir sahen die
trockenste Wüste der Welt und das größte Kontinentaleisfeld außerhalb
der Polarzonen, Pinguine bei Punta Arena, und den Kondor an den
Hängen aktiver Vulkane. Wir haben in Mondlandschaften übernachtet,
in wunderschönen naturbelassenen Thermalbädern Erholung gefunden
und natürlich den sehr guten Wein getrunken.